Spanien und seine
Hauptstadt Madrid
Geschichte ab 1500
Nachdem sich im 15. Jahrhundert die Königreiche Kastilien und Aragon vereinigten eroberten diese die muslimischen Gebiete und wurden zu einer bedeutenden Seemacht. Sie zwangen Moslems und Juden zur Konvertierung zum Christentum und stieg unter der Herrschaft der Habsburger mit Hilfe der Entdeckung Amerikas zur Weltmacht auf. Durch den Kolonialismus und durch die Ausbeutung der Inka-, Azteken-, und Maya-Reiche erlangte Spanien viel Gold und viele neue Gebiete in Übersee. Jedoch nahm die Macht Spaniens nach dem Untergang der Spanischen Armada 1588 ab und England wurde neue Weltmacht zur See.
In den folgenden Jahrhunderten nahm der Einfluss Spaniens immer stärker ab und Großbritannien und die neu gegründeten Vereinigten Staaten gewonnen an Macht. Anfang des 19. Jhdt. verlor das Land den Großteil seiner Kolonien, die noch verbliebenen auf dem amerikanischen Kontinent gingen nach dem Spanisch-Amerikanischen Krieg 1898 an die USA über. Anfang des 20. Jhdt. kann man Spanien als rückständiges Agrarland bezeichnen, weil die Industrialisierung im Wesentlichen nur in Katalonien und im Baskenland voranschritt. Nachdem 1873 Spanien zum ersten Mal zur Republik geworden war übernahm 1923 General Miguel Primo de Rivera die Macht und bildete eine Militärdiktatur. Auf Grund des Widerstands des Volkes jedoch wurde das Land 1031 erneut zur Republik, welche jedoch nicht besonders stabil war. So kam es zu mehreren Putschversuchen und Aufständen. Nach dem Putsch von General Franco kommt es 1936 zum Spanischen Bürgerkrieg, welchen Franco schließlich für sich entscheiden konnte, da er von den ebenfalls Rechtsextremen Ländern Deutschland und Italien unterstützt wurde. Damit begann die Epoche der franquistischen Diktatur, welche erst nach dem Tod Francos 1975 zu Ende ging.
Die folgenden Jahre waren ganz im Sinne einer Demokratisierung ausgerichtet. Unter König Juan Carlos I. wurde 1978 eine Verfassung verabschiedet und Spanien wurde eine konstitutionelle Monarchie. Die Anfangszeit der Demokratie war auch von Anschlägen der ETA betroffen, welche jedoch während der 1980er bekämpft wurde. Das Land erfuhr einen wirtschaftlichen Aufschwung nach dem Beitritt zur EU.